Social Deduction
Bei Deduktionsspielen müssen Spieler anhand von Rückschlüssen unbekannte Sachverhalte aufdecken, um so zu der Lösung zu gelangen und das Spiel zu gewinne. Bei Social-Deduction-Spielen geht es darum, die verborgene Rolle eines Spielers aufzudecken. Dies muss nicht zwangsläufig die Siegbedingung des Spiels sein, sondern kann auch dazu dienen, das Ziel eines Spielers oder dessen Teamzugehörigkeit zu enttarnen.
Das Enttarnen der Rolle eines Spielers erfolgt bei Social-Deduction-Spielen anhand von Schlussfolgerungen im Spielverlauf. Dies können bestimmte Aktionen sein, die ein anderer Spieler durchführt. Dies können aber auch gesammelte Hinweis innerhalb des Spiels sein.
Unter den Social-Deduction-Spielen sind vor allem zwei Subgenres zu unterscheiden: die Teamspiele und Semi-kooperative Spiele.
Bei den Teamspielen unter den Social-Deduction-Spielen sind die Spieler in verschiedene Teams unterteilt, welche unterschiedliche Ziele verfolgen. Wer welchem Team angehört, ist jedoch nicht jedem bekannt. Es besteht die Möglichkeit, dass jedem Spieler alle Identitäten verborgen sind. Es ist jedoch auch möglich, dass sich die Mitglieder der ein oder anderen Gruppe bereits zu Spielbeginn kennen.
Bei semi-kooperativen Spielen arbeiten zunächst alle Spieler zusammen – oder zumindest scheinbar. Entweder direkt zu Beginn des Spiels oder erst in dessen Verlauf wird ein Spieler – oder auch mehrere – zum "Verräter" und arbeitet gegen den Rest der Gruppe. Bei dieser Form der Social-Deduction-Spiele geht es darum, diese "Verräter" zu enttarnen.
Beispiele für Social-Deduction-Spiele:
- BANG! The Dice Game
- Battlestar Galactica
- Coup
- Hail Hydra
- Love Letter
- Shadows over Camelot
- The Thing
- Werwölfe